Unterwegs über den Königsee zum Obersee zu den Röthbachfällen.

Um es gleich vorweg zu sagen: wenn man nicht mit dem ersten Boot in Schönau wegfährt kann man die Tour fast schon vergessen.

Also saßen wir um 8 Uhr morgens im ersten Schiff, das bis auf den letzten Platz gefüllt war. Trotz Wochentag und Nebel werden viele Besucher diesen Ausflug in Angriff nehmen. Einige Passagiere waren Bergsteiger, die die Watzmannostwand besteigen wollten, andere Angestellte oder Betreiber der Läden in St. Bartholomä oder Salet. Üblicherweise bekommt man auf dem Schiff von einem Mitarbeiter der Königseeschifffahrt einen Abriss über den See und seine Umgebung, und an der passenden Stelle im See wird das „berühmte“ Echo mit einer Trompete vorgeführt. Nur heute beging der Mitarbeiter den Fehler, dass er die Passagiere fragte, ob er denn was zum See erzählen solle. Ohne von seiner Bildzeitung aufzublicken dröhnte ihm ein Mann ein sattes „Nein“ zu und damit hatte sich die Sache erledigt. Wie sich herausstellte, fuhr der Mann jeden Tag zu seiner Arbeitsstätte mit einem dieser Schiffe und kannte wohl die Texte und das Echo zur Genüge:-).

Aber es ging auch ohne. Die meisten Passagiere stiegen in Sankt Bartholomä aus und damit Stand uns eine ruhige Wanderung bevor. Bei der Anfahrt zum Königsee hatten wir noch die Befürchtung, dass sich der Nebel nicht verziehen würde. Er hing auch bis St. Bartholomä schwer über dem See. Aber sobald die Sonne genug Kraft hatte, löste sich der Nebel und die Wolken immer mehr auf. Der Nebel hatte auch sein Gutes, da er für dramatische Lichtverhältnisse sorgte. An der Anlegestelle Salet stiegen wir aus und machten uns auf den Weg zum Obersee. Ein gut angelegter Weg führt gemütlich an Almen vorbei.

Von Salet zur Fischunkelalm

Der Weg von der Saletalm zur Fischunkelalm führt am Ufer des Obersees entlang, stellenweise ist der Weg schmal und steil. An der Felswand am Ufer des Obersees ist der Wanderweg zudem durch ein Stahlseil gesichert.

Der Obersee

Vom Königssee durch einen Moränenwall seit einem Bergsturz im Jahre 1172 getrennt, ist der Obersee der kleine Bruder des Königssees. Von der Fischunkelalm ist der Aufstieg in die Röth bzw. zur Wasseralm möglich; sie ist damit ein beliebter Ausgangspunkt für Bergtouren ins Steinerne Meer.

Fischunkelalm & Röthbachfall

Die Fischunkelalm ist eine bewirtschaftete Almhütte am Südostufer des Obersee. Oberhalb der Fischunkelalm befindet sich der Röthbachfall, der höchste Wasserfall Deutschlands. In den Sommermonaten ist die Alm bewirtschaftet und deshalb haben wir hier eine Pause eingelegt und Essen und Trinken gekauft.

Hier machte sich erneut bezahlt, dass wir mit dem ersten Schiff losgefahren waren: unterwegs traf man nur selten jemand und hier auf der Alm war außer uns nur noch ein Ehepaar. So konnte man den fantastischen Ausblick und die Ruhe genießen.

Dann ging es wieder weiter zu den Wasserfällen. Jetzt merkte man schon, dass es Massen von Leuten auch eingefallen war, heute diesen Ausflug zu machen. Die höchsten Wasserfälle Deutschlands tauchen dann hinter einer Geländekuppe auf. Um gute Bilder zu bekommen, war es dann doch der falsche Zeitpunkt. Die Sonne stand direkt über dem Wasserfall, so dass die Kamera mit dem Kontrast überfordert war, da der Wasserfall um Dunkeln lag.

Auf dem Rückweg zum Königsee konnten wir dann sehen, wie viele Menschen sich auf den Weg gemacht hatten. Waren wir noch einsam über den Klettersteig gekommen, so bahnte sich jetzt eine wahre Schlange ihren Weg. Immer wieder kam es zu Staus, da der Weg ja dann doch nicht ganz einfach ist.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch Station im Biergarten von Sankt Bartholomä gemacht und dann zurück nach Berchtesgaden.

Ein sehr schöner Ausflug mit tollen Bildern.

    Tipps:
  • So früh wie möglich starten
  • In der Fischunkelalm etwas Essen und Trinken
  • Auf dem Rückweg nicht in Sankt Bartholomä essen, sondern schon auf der Saletalm
  • Festes Schuhwerk

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